Aufbruchstimmung – JHV 2024

Am gestrigen Dienstag fand die JHV der Indischen Dame statt. Neben den üblichen Themen wie Kassenstand (positiv) und Berichten der Mandatsträger gab es erfreuliche Nachrichten. So können wir Neumitglieder willkommen heißen. Wie z.B. unser früheres Mitglied Wolf-Rüdiger Dörr. Er gehört nach einer merhjährigen Pause wieder zum Team – herzlich willkommen zurück!

Für die Nichtanwesenden Vereinsmitglieder: die Mannschaftsaufstellungen wurden gestern zwar nicht im Detail, aber in Summe besprochen. Es wird auch in Zukunft wieder drei Mannschaften bei der Indischen Dame geben. Diese spielen erneut in der Verbandsklasse Münsterland, der Bezirksklasse sowie in der Kreisliga. Die Besetzung bleibt weitgehend identisch.

Um im Rahmen der Werbung um Neumitglieder etwas Druck in den Kessel zu bekommen, werden wir in den kommenden Monaten unsere Präsenz am Vereinsabend (dienstags) im Kling-Klang verstärken – und für Interessierte einen Flyer mit allen relevanten Infos bereithalten. Robert wird diesen in den kommenden beiden Wochen entwickeln.

Mehr Informationen dann im Protokoll der JHV, die in den kommenden Wochen versendet wird.

Erinnerung: am Samstag, den 6. Juli 2024 findet wieder unser Sommergrillfest bei Michael in Nottuln statt. Um 15 Uhr geht es los. Wer mit dem Radl hin will, trifft sich um 14 Uhr an den Aaseeterrassen.


Ligakarussell, Schachkarneval und irgendwie auch Frühlingsfest

Am gestrigen Nachmittag bestritten wir ein Auswärtsspiel beim SK32 in Hiltrup. Auf den Spielbericht, den ich nun formulieren soll, habe ich mich seit gestern um 20.16h gefreut. WAR. DAS. GEIL. Auch wenn am Ende nur ein 4 zu 4 verbucht wurde, war es ein ebenso turbulenter wie auch bemerkenswerter Nachmittag mit einem gefühlten Auswärtssieg in Münsters Süden.

Nachfolgend die Chronologie der Ereignisse.

Stefan traf an Brett 5 auf einen Stammspieler der 7. Mannschaft, dem dieser einen Sizilianer anbot. Dieser entwickelte sich abseits der Theorie zu einem Ringen um die Dominanz auf der H- bzw. G-Linie. Beide versuchten Druck zu machen. Über die Verteidigungssorgen verlor Stefan leider zunächst einen zu deckenden wichtigen Bauern aus den Augen – und machte aufgrund der Verärgerung über dessen Verlust im Anschluss einen Patzer, der ihn einen Springer kosten sollte. Die Fassungslosigkeit über diese zwei Fehler in Folge stand ihm auch Stunden nach der Partie noch ins Gesicht geschrieben: Hey, passiert halt mal. Next time better.

An Brett 6 hatte Rob diesmal einen jüngeren Gegenspieler, der sich für einen Italiener entschied. Bereits in der Eröffnung jedoch machte Rob einen (sackdummen) Fehlgriff, der ihn die Rochade kostete. Glücklicherweise fand er im Anschluss brauchbare Verteidigungszüge. Merke: Ein Bauer minus ist nicht schön, aber kein Untergang. Eine Ungenauigkeit konnte Rob dann zum Abtausch nutzen und ein gut positionierter Springer bedeutete erst das Ende aller Rochadewünsche des Weissen, und dann, nach einem Patzer, auch das Ende eines weißen Turms. Im Fortgang der Partie spielte Rob weitgehend fehlerfrei, baute den Qualitätsvorteil schrittweise aus und sicherte sich mit einer hübschen Pointe den Sieg.

Georg fiel an Brett 8 eine sehr schwierige Aufgabe zu – er trat gegen einen starken Nachwuchsspieler aus der Jugend des SK an, der Georgs vielleicht etwas zu defensive Spielweise bestrafte und im Mittelspiel einen kollossalen Königsangriff startete. Eine zentral positionierte Dame löste Probleme an allen Ecken aus, die schließlich nur unter schlimmen Materialverlust (Turm) abzuwehren waren. Als die Niederlage hinter der schwer gerupften Königsstellung bereits am Horizont erkennbar war, gab Georg gesichtswahrend auf. Schade, es sah lange ausgeglichen aus.

An Brett 4 ergab sich für Eckhard ein intensives Gefecht gegen einen erfahrenen Haudegen des SK. In einer verwickelten Stellung rechnete sich Eckhard Chancen auf einen Springer aus. Er stürzte sich in eine mehrzügige taktische Abwicklung, in der er leider nicht alle Zweige durchgerechnet hatte. Sein Gegner fand die Lösung (er musste natürlich auch nicht ganz so viel rechnen) – und so hatte nicht der SKler, sondern unser lieber Eckhard am Ende einen Offizier eingebüßt. Mist. Danach war die Partie zwar gekippt, aber Eckhard kämpfte. Zum Schluss fast mit bloßen Händen, dann gab er auf. Merke: manchem Gegner kann man ein X nicht für ein Y vormachen. 😉

1:3 zur Halbzeit um 18.30h.

Erstes echtes Highlight war Lars Sieg an Brett 7. Er hatte es mit einem ebenso lang gedienten Spieler des SK zu tun wie Stefan. In einer intensiv geführten Partie mit wechselseitigen Nadelstichen und blauen Flecken fand Lars schließlich im Zentrum eine Stellung, die sein Kontrahent offenbar unterschätzte. Glanzvoll herbeigespielt und ausgesprochen lukrativ kostete den SKler die nun entstehende Drohung die Dame. Trotz Gegendrohung auf Lars‘ Dame war die nun entstandene Stellung zwingend gewonnen. Das war nicht einfach zu sehen: Gratulation! Aufgabe – und nur noch 2:3.

Zweites Highlight: Raphaels Sieg an Brett 1. Auch hier saß ihm ein Stammspieler des SK gegenüber. Dieser war offenbar ein Materialfreund und jagte Raphaels Bauern hinterher wie der Landwirtschaftsminister höchstpersönlich. Figuren wurden also getauscht, getauscht, getauscht. So weit, so ausgeglichen. Raphael lag einen Bauern hinten. „Scheiss drauf!“ um mal unser Brett 1 zu zitieren. Warum der SKler dann allerdings die Dame zum Tausch anbot? Sein Geheimnis. Dies entschied die Partie. Ein Freibauer drohte im Zentrum durchzubrechen, der schwarze König blieb an diesen geknechtet, während Raphaels König tun und lassen konnte, was er wollte. Das tat Raphael dann auch – und gewann die Partie (P.S. ein Remisangebot hatte der Gegner einige Züge zuvor angelehnt).

Für die Bücher: 3:3 um 19.15 Uhr.

Wenige Minuten später hatte sich Andreas an Brett 3 mit konzentrierter Vorarbeit eine sehr vorteilhafte Stellung gegen einen zähen Gegner erspielt. Ein Bauernkeil drückte. Am Damenflügel offenes Spiel. Und im 39. Zug noch mehr als zwei Minuten auf der Uhr. Save, baby. Läuft! Tik. Tak. Tik. Tak. Tik. Tak. Noch 1 Minute 20. Tik .Tak. Tik. Tak. Hey, Andreas, wake up? Tik. Tak. Tik. Tak. Nur noch 30 Sekunden. Andreas, zieh endlich. Tik. Tak. Tik. Tak. Tik. 10. Tak. 9- Tik… Ihr könnt es Euch denken. Verloren auf Zeit. So ein Mist.

4:3 für den SK um 19.30 Uhr.

Es war also an Leo an Brett 2 das Ruder noch einmal herum zu reissen. Hier sah es allerdings nicht ganz so gut für uns aus. Leo lag einen Bauer hinten und der SKler konnte sich in einer unklaren Stellung aussuchen, wo er Schach geben oder Bauern abgrasen wollte. Leo fand trotzdem schnell gute Züge und entschlüpfte ein um’s andere Mal. Hierbei hatte er die Uhr offenbar deutlich besser im Blick, denn irgendwann schmolz die Zeitreserve des SKlers immer schneller – und ausgleichende Gerechtigkeit: Er verlor auf Zeit! Da half auch lautes Lamentieren und Protestieren nicht – es gab genug Zeugen, die das Ablaufen der Uhr im Auge hatten. Eine etwas unangenehme Reaktion des Gegenspielers, um ehrlich zu sein.

Mannschaftsremis um 20.15h zum Abschluss – und ein guter Tabellenplatz 3.

Sauber, Jungs!


Zweite im Heimspiel gegen Drensteinfurt – Platz im Mittelfeld abgesichert…

Ist nicht ganz ernst gemeint. Wenn man schon mal so richtig verkackt, sollte man das Ergebnis durchaus mit einer sprachlichen Schleife „aufhübschen“. Hammwa somit gemacht.

Dabei hatte Eckhard eingangs des Turniernachmittags in der Bezirksklasse noch gefrotzelt: „Na, dann wollen wir Euch den Aufstieg mal schön versauen.“ Auf das allgemeine Gelächter folgte dann aber mit dem 2,5:5,5 eine recht deftige Niederlage für uns.

Die Details?

Stefan an Brett 1 kämpfte nach Aljechin erbittert gegen die drohende Niederlage nach einem Generalabtausch. Letztlich war der lange Kampf im Zentrum aber nicht mehr zu gewinnen. Er gab auf, bevor es zu einem Matt kommen konnte.

Leo an 2 hatte einen sehr guten Tag erwischt. Seinem DWZ-stärkeren Gegner konnte er in einer scharf geführten Partie immer Paroli bieten, nach diversen Figurentausch bot ihm dieser ein Remis an, das leistungsgerecht war.

Eckhard sah sich an Brett 3 mit einer „normalen“ Damenbauereröffnung konfrontiert, die jedoch im weiteren Fortgang ihre Tücken offenbarte. Hier kannte sich der Gegner gut aus und griff freudig in Eckhards Figurenbestand – ohne echte Kompensation. Nach drei Stunden war Schluss.

An Brett 4 hatte Robert sich vorgenommen, die üble Niederlage in Senden vergessen zu machen. Dies gelang ihm recht gut, sagte der Computer später in der Analyse. Erst Pirc, dann Moderne Verteidigung, dann auch recht schnell Out Of Book. Ein kleiner Vorteil reichte nicht zum Gewinn – also einigte man sich auf Remis.

August erkundete an Brett 5 die Untiefen des Sizilianers. Nicht jede Klippe konnte er umschiffen, schließlich pflanzte ihm der Gegner einen übellaunigen Zossen in die Königsstellung. Danach war die Niederlage nur noch aufzuhalten – aber nicht mehr zu verhindern.

Lars spielte an 6 ebenfalls Sizilianisch. Das kam ihm zusehends spanisch vor. Die Stellung entglitt ihm – und ein böser Läufer bereitete Probleme. Sein Remisangebot wurde lächelnd abgelehnt – aus Gründen: die Springergabel folgte.

Jürgen und sein Gegenspieler schenkten sich an Brett 7 tüchtig ein – allerdings sehr gut verteilt. In einer kampfbetonten Partie ergaben sich nie echte Vorteile: Beide Kontrahenten einigten sich gerne auf Remis.

Georg handelte sich in der Eröffnung Probleme ein, die ihn einen Läufer kosteten. Er spielte äußerlich unbeeindruckt weiter: Pokerface. Trotzdem baute der Senior aus Drensteinfurt seinen Stellungsvorteil aus und sah wie der sichere Sieger aus. Leider übersah er jedoch eine kleine Finte, die für ihn nach einem Patzer direkt ins Matt führte!

Im Anschluss sind wir erst mal was Essen gegangen – und haben uns diese Niederlage überzeugend schön getrunken.

Nächste und letzte Runde der Saison dann Anfang Mai – gegen den SK!


Fast ein ganzes Jahrhundert…

Mir fällt heute die traurige Aufgabe zu, Euch über das Ableben unseres geschätzten Vereinsmitglieds Werner Kerkhoff in Kenntnis zu setzen. Er ist am 7. Februar 2024 im Alter von 99 Jahren verstorben, wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag, den wir alle zu gerne mit ihm gefeiert hätten.

In der Saison 2022/23 bestritt er noch in der 2. Mannschaft Turniere in der Bezirksliga und erreichte zuletzt wieder ein Remis. Werner, wir werden Dich, Deine ruhige und zurückhaltende Art vermissen. Du warst der Einzige von uns, der jemals gegen Tigran Petrosian spielen durfte; Du hast viele jüngere Spieler mit Deiner Erfahrung und spielerischen Ausdauer beeindruckt und Du warst uns allen auch ein Freund.

Unsere Anteilnahme gilt der Familie, den Kindern und Enkeln und Enkelinnen von Werner.

Lieber Werner, wir wünschen Dir, dass Du viele Partien gegen Petrosian spielen kannst– wo auch immer das sein mag – und mindestens die Hälfte davon gewinnst.


Gute Leistung in Senden

Auch wenn es eine Niederlage war, so konnten wir Acht doch größtenteils zufrieden nach Münster zurückkehren. Es gab ein leistungsgerechtes 5:3 – mit einigen bemerkenswerten Partien.

Das Glanzstück des Tages lieferte erneut Raphael an Brett 1 ab. Nach einer etwas unglücklichen Eröffnungsbehandlung im Franzosen fand er sich in einer schwer zu verteidigenden Stellung mit einem dieser grantigen gegnerischen Bauern auf der dritten Reihe wieder. (Wahrscheinlich suchte er in Rappels Stellung nach Brüsseler Beamten). Doch  durch genaues Spiel gelang es ihm, den Eindringling loszuwerden, dann die Stellung zu neutralisieren und schließlich gut zu tauschen. Spätestens hier merkte niemand mehr, dass sein Gegner gut 350 DWZ-Punkte mehr auf dem Papier hatte. Remis.

An Brett 2 ergab sich für Leo eine eher ruhige Partie mit kleineren Chancen auf beiden Seiten. Diese Chancen wurden durch genaues Spiel  jeweils vereitelt, so dass auch hier ein Remis zu verzeichnen war.

Eckhard büßte seinen C-Bauern in der Eröffnung ein, um diesem dann am 3. Brett 30 Züge lang hinterher zu hecheln. Schön zu sehen, wie er sich schließlich nach und durchsetzte und die Bauernstruktur des Gegners korrumpieren konnte. Etwas entnervt willigte der Gegner in Eckhards Remisangebot ein. (grins)

Stefan hatte an 4 einen schweren Stand. Eine behäbige Bauernstruktur konnte er noch auflösen. Im Leichtfigurenendspiel lag er jedoch einen Bauern hinten – und nachdem der Gegner Stefans Läufer tauschen konnte, brach alles krachend zusammen. Ein Punkt für die Sendener.

Robert an fünf fiel im 13. Zug auf, dass er sein Hirn zuhause liegen gelassen hatte. Es lag wohl noch auf dem Kopfkissen. Und richtig, dort fand er es, als er nach einer wirklich verheerenden Niederlage nach Hause kam. Also legte er sich abends einfach zu ihm und las ihm ein Buch über die korrekte Behandlung der Taimanov-Variante im Sizilianer vor. Wir hoffen, es hat geholfen. Punkt an Senden.

Lars spielte an Brett 6 ein gewohnt scharfes Königsgamit, das lange durch eine Diagonale bestimmt wurde, die den gegenerischen Läufer mit der Dame verband. Zwar waren Drohungen auf dem Brett, diese führten auch zum Qualitätsvorteil Turm gegen Läufer, doch Lars hatte nun die etwas besser spielbare Stellung, so dass man sich in Zeitnot nach langem Ringen auf ein Remis einigte.

Thomas war netterweise als Ersatz eingesprungen. An Brett 7 geriet er am Damenflügel durch einen rasch wandernden Freibauern  ins Hintertreffen. Die Verteidigung war schwierig und kostete einfach zuviel Holz. Aufgabe nach großem Kampf. Punkt an Senden.

Als zweiter Ersatz saß Henning an Brett 8. Er erspielte sich nach und nach Vorteile, die sein Gegner, der eine vollkommen offene Königstellung besaß, ertragen musste. So blies der Wind in mehr oder weniger eine Richtung, nämlich in die des Sendeners. Bis dieser im Gegenwind schließlich noch die Dame einstellte. HUI!. Punkt für uns.

Spieltag Sieben ist nun also mit diesem 5:3 in den Büchern. Wir haben uns wacker geschlagen – insbesondere angesichts der Tatsache, dass wir auf einige wertvolle Mitspieler verzichten mussten, weil diese verhindert waren.

Nächste Runde zuhause am 13. April gegen Drensteinfurt.


Karnevalsstimmung beim Heimsieg gegen Greven

Zum zweiten Mal binnen 14 Tagen durfte die zweite Mannschaft an den Start – diesmal zuhause. Im Spiellokal Altes Backhaus an der Coerdestraße traten wir gegen die zweite Mannschaft aus Greven an, die sich zur Hälfte aus Jugend- und Schülerspieler*innen zusammensetzte. Immer spannend, denn gegen jüngere Schachenthusiasten hat schon so manch erfahrener Recke die Flügel gestutzt bekommen. Robert erinnert sich nur zu gut an die Brune-Zwillinge aus Sendenhorst. Man durfte also gespannt sein.

Zum Spielgeschehen, beginnend in der Reihenfolge der Ergebnisse.

An Brett 5 traf Robert auf einen Jugendlichen, der ihm ein Damengambit mit Zugumstellung servierte. Daraus entwickelte sich ein Königsinder, der sich so bis zum 14. Zug auch in Büchern nachlesen lässt. Und somit eine Partie, in der beide eher unaufgeregt agierten, um sich schließlich in 100% ausgeglichener Stellung friedlich zu trennen.

An Brett 6 setzte Lars seinen jungen Gegner ordentlich zu und wähnte sich nach Damengewinn auf der sicheren Seite. Um dann kurz drauf in eine Springergabel zu stolpern, die ihn wiederum die Dame kostete… Er steckte dies zum Glück gut weg und brachte seinen Italiener schlussendlich mit einem Matt zu Ende.

Jürgen an 7 war ebenfalls gegen eine sehr junge Spielerin gefragt. Zunächst sicherte er sich einen Offizier Vorteil. Im Angriff griff er dann fehl, musste den Offizier leise fluchend wieder hergeben. Nach abwechslungsreichem Spiel misslang der letzte Angriff der Gegnerin jedoch und Jürgen durfte ebenfalls mattsetzen.

Albert spielte an Brett 8 gegen den jüngsten Grevener der Mannschaft. Ein deutliches Schmunzeln rief dieser bei den Anwesenden hervor, als er Albert mit den Worten lobte: „Sie spielen wirklich gut.“ Das war wohl so, denn mit zunehmender Partiedauer nahm das Seufzen bei dem jungen Mann zu. Schließlich setzte Albert mit Turm, Springer und Läufer matt.

Raphael an 2 und Eckhard an 4 brachten ihre Partien nahezu zeitgleich zu Ende. Während Eckhard einen deutlichen Bauernvorteil nutzte, um die Figurenzahl des Gegners zu reduzieren, und schließlich mit Turm und Dame zu gewinnen, musste sich Raphael in einer umkämpften Partie zunächst einmal von einem intensiven Besuch der gegnerischen Offiziere auf seinem Damenflügel erholen, bevor er zum gut durchgeplanten Gegenschlag ansetzen konnte. Für sein schönes Matt an dieser Stelle noch einmal großes Lob!

Kurz drauf gelang es Andreas an 3, einen fiesen Freibauern abzuwehren, auf dem das gesamte Angriffsspiel des Greveners fusste. Eine kräftezehrende Partie, in der es um die berühmten Millimeter ging. Schlussendlich das zweite Remis des Tages.

Stefan an Brett 1 spielte die längste Partie des Tages. Nach einer Aljechin-Eröffnung hatte auch er es mit einem Freibauern zu tun, der bereits bis auf die sechste Reihe vorgedrungen war. Es dauerte etwas,  bevor Stefan Mittel und Wege fand, dieses Problem zu lösen – und schließlich nach schön umgesetzter Abwicklung tatsächlich mit einem Läufer vorne lag und dem Freibauern zu Leibe rückte. Doch es war noch lange nicht Ende – erst nach gut 200 Minuten und über 60 Zügen griff das erste Brett aus Greven schrecklich fehl und gab sofort auf.

7:1 hieß es an diesem Abend und es wurde im Anschluss noch ein wenig gefeiert (siehe Foto).


Offene Stadtmeisterschaft 2024

Noch ist der Termin nicht ganz offiziell veröffentlicht, aber 2024 werden wieder die Offenen Stadtmeisterschaften ausgetragen. Der Startschuss fällt am 23. April 2024.

Wie immer in drei Gruppen nach Spielstärke, maximal neun Runden und immer dienstags ab 19 Uhr im Vereinslokal des SK32 in der Stadthalle Hiltrup.

Bedenkzeit : 90 Minuten für die gesamte Partie plus 30 Sekunden Zeitzuschlag pro Zug.

Näheres hierzu in Kürze, wenn die Ausschreibung veröffentlicht ist!

Gespielt wird wie oben erwähnt immer dienstags ab 19 Uhr.
Voranmeldung ab Ausschreibung, wie auch sonst immer, bei Thomas Schlagheck:

TSchlag@muenster.de oder 0251-787151


Mannschaftskämpfe 2024 – was sich zutrug

Etwas verspätet hier die Ergebnisse der letzten Paarungen der Mannschaftskämpfe im Schachverband Münsterland.

Bereits vor einer Woche wurde in der Bezirksklasse Münsterland (Runde 6) gespielt. Unsere Zweite schlug sich wacker. Musste sie doch erneut ohne den Stammspieler an Brett 1 antreten – und auch in Summe einige Absagen verkraften. Die Verbliebenen erzielten beim Auswärtsspiel schlussendlich ein leistungsgerechtes Mannschaftsremis gegen Nordkirchen. Der Lohn für den Einsatz ist ein sehr stabiler dritter Tabellenplatz! Stark die Siege von Raphael an Brett 2 und der von Lars an 7.

Am kommenden Wochenende geht es in der Bezirksklasse bereits weiter – ein Heimspiel gegen die zweite Mannschaft aus Greven steht an!

In der Verbandsklasse kam es im Heimspiel (Runde 7) gegen die Hiltruper Gäste aus dem Münsteraner Süden zu einem intensiven Duell. Letztlich entschied ein Brett über Sieg und Niederlage – mit dem besseren Ende für unsere erste Mannschaft. Ganz stark spielte Heidrun an Brett 8, die einen Skandinavier auseinandernahm (die Eröffnung – nicht den Gegner, der war Hiltruper). An den Brettern 1, 2, 4, 6 und 7 wurde remisiert. An Brett 3 gelang es Konrad ebenfalls schnell in Vorteil und zum Sieg zu gelangen – nur Ulf an Brett 5 musste diesmal die Segel streichen.


Runde vier in der Verbandsklasse: Klasse!

Auch in der vierten Runde der Verbandsklasse Münsterland konnte die erste Mannschaft der Indischen Dame einen deutlichen Sieg einfahren. An Brett 1–3 gab es Remis, an den restlichen fünf Brettern die volle Punktzahl. Der gute dritte Platz in der Tabelle wurde entsprechend gehalten. Nur die Mannschaften aus Heide und Stadtlohn können sich noch weiter oben platzieren.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Zwei Mitstreiter seien besondern hervorgehoben: Ulf Brambrink, der in den verstrichenen vier Runden mit 3,5/4 fast voll punkten konnte, sowie Jörn Langheinrich, der mit 3/3 eine lupenreine Weste aufweist.

Mehr aus der Verbandsklasse findet ihr HIER.


Heimspiel der Zweiten mit Überraschungen

Am vergangenen Samstag kam es am Dahlweg zum Traditionsduell zwischen der Indischen Dame und dem SK32. Während unsere Zweite antrat, war es beim SK die achte Mannschaft. Nominell war diese im Vorteil. Wir waren entsprechend gespannt, wie wir uns schlagen würden. Leider kam es nach rund einer Stunde zu einem Zusammenbruch.

Eine der Sitzgelegenheiten löste sich unter dem gegnerischen Spieler am siebten Brett ohne Ankündigung in ihre Einzelteile auf. Hierfür bitten wir noch einmal um Entschuldigung, so etwas sollte nicht passieren und ist für den Fortgang der Partie hinderlich.

Hier der Spielbericht.

An Brett 1 spielte Stefan gegen eine erfahrene Spielerin des SK. Ein interessantes Duell auf Augenhöhe, das mit einem kreativen Angriff auf die weisse Königsstellung begann. Der Gegenangriff liess nicht lange auf sich warten – es musste auf beiden Seiten genau gerechnet werden. Schliesslich entschied unter Druck ein weit aufgerückter Bauer die Stellung zugunsten unseres Brett 1.

Raphael spielte an Brett 2 gegen einen starken Jugendlichen. Während in der Eröffnung noch alles für Raphael passte, entwickelte sich das Mittelspiel zusehends nachteilig. War es der falsche Plan oder eine Unachtsamkeit – wir werden es nicht mehr herausfinden. Auch seine Zähigkeit nutzte dann nichts – die Segel mussten gestrichen werden. Pleite an 2.

Leo spielte ebenfalls gegen eine Gegnerin. Wir hatten sie noch in Erinnerung, weil sie sich beim letzten Mannschaftskampf ’22 mit einer beeindruckenden Partie gegen Eckhard durchgesetzt hatte. Diesmal fuhr der Zug mit Leo als Lokführer aber in die Gegenrichtung. Er hatte sich nach vielen Wendungen zwei verbundene Freibauern erspielt, was schließlich sicher zum Sieg reichte. Voller Punkt.

Nach einem anstrengenden und sehr langen Arbeitstag spielte Andreas dann an Vier die mit Abstand längste Partie des Tages. Nach knapp drei Stunden waren jeweils ein Bauer und ein Springer vom Brett. Die Partie verlief weiter positionell und sehr ausgeglichen. Schließlich standen sich Springer und vier Bauern und Läufer und fünf Bauer gegenüber. Eine zähe Endspiel-Angelegenheit, die nach gut vier Stunden mit einem leistungsgerechten Remis endete. Andreas zollen wir an dieser Stelle noch einmal großen Respekt für seine Konzentrations- und Energieleistung an diesem Tag – die uns zu später Stunde den Sieg sicherte.

Eckhard an Brett 5 hatte es mit der dritten Spielerin der SK-Mannschaft zu tun. Lange sah es nach einem guten Remis aus, doch im Abtausch griff er fehl (war schwer zu sehen) und geriet in eine Fesselung, die wenige Züge später seinen Untergang bedeuten sollte. Schade, schade.

Stefan N. an Brett 6 bekam es im Mittelspiel mit einem Freibauern im Zentrum zu tun, den es zu bändigen galt. Klug abtauschen war die Devise um in den Remisbereich zu kommen, dann nerven. Genau das tat Stefan. Er verleitete seine Gegner zu Manövern, die immer fahrlässiger wurden – bis der Turmspieß auf dem Brett war, den es zum Partiegewinn brauchte. Buonissimo.

Robert spielte an Brett 7 eine Damenbauernpartie mit einem Gambit an der Spitze langer Bauernketten, an der der Kampf um Zentrum eingeläutet wurde. Kurz bevor es zur entscheidenden Öffnung kommen konnte, gab der Sessel des Gegners auf – zwei Zapfen hatten sich gelöst. Ein Sturz war die Folge. Fürchterlich unangenehm. Es gab im Anschluss eine Partieunterbrechung, damit man sich vom Schreck (und Schmerz) erholen konnte. So richtig konnte das aber im Anschluss nicht mehr gelingen, weshalb sich beide wenige Züge später auf ein Remis einigten.

Lars spielte an Brett 8 eine Partie, in der keiner der beiden Teilnehmer einen klaren Vorteil generieren konnte. Ausfälle wurden pariert, Vorstöße geblockt. Nach vielen Zügen navigierte man mit übersichtlicher Stellung in den Remishafen.

Endstand 4,5:3,5 – damit war so nicht zu rechnen. Im Squisito an der Elsässer gabs darauf einen Grappa extra. Tabellenplatz Drei ist der Lohn. Ende Januar geht es dann hoffentlich so positiv weiter.