SK32 (7) – ID (2): Guten Gästen gibt man ein Pünktchen

Auch in der fünften Runde in der Bezirksklasse Münster (Schachbezirk Münster) konnte die zweite Mannschaft punkten – allerdings war es diesmal nur ein Pünktchen. Die Gastgeber vom SK 32 waren kniepig…

Die Spielberichte:

Ulf (Brett 1): Nach einer ausgeglichenen Eröffnungsphase kam ich mit Weiß im Läuferspiel in eine gedrückte Stellung, die der Gegner im 32. Zug für einen Bauerndurchbruch am Damenflügel nutzen konnte. Danach war die Partie verloren.

Enrique (Brett 2): Im Endspiel habe ich mehrere Drohungen aufgebaut (Matt oder Damen- bzw. Turmverlust). Nach dem Abtausch hatte ich einen Turm und einen Bauern mehr. Daraufhin gab der Gegner auf.

Ludwig (Brett 3): Mit Weiß konnte ich aus der Eröffnung ein Druckspiel aufbauen, so dass sich taktische Motive ergaben. Nach einem Springergewinn von Weiß im 21.Zug war Schwarz chancenlos.

Jörg (Brett 4): Ein ungenauer Eröffnungszug des Anziehenden brachte Schwarz in eine positionell bessere Ausgangssituation, da er Weiß einen isolierten Doppelbauern am Damenflügel zufügen konnte. Im weiteren Verlauf der Partie musste Weiß fast ausschließlich reagieren und die schwache
Bauernstruktur sichern, konnte aber durch ein zähes Verteidigungsspiel lange Zeit die Stellung halten. Erst ein unkorrektes Figurenopfer brachte Schwarz endgültig auf die Siegesstraße. Nachdem noch einige gefährliche Drohungen erfolgreich abgewehrt werden mussten, konnte Schwarz selbst die Initiative übernehmen und das Spiel schließlich in ein gewonnenes Endspiel überleiten.

Heinz-Dieter (Brett 5): verlor seine Partie mit Schwarz.

Heidrun (Brett 6): Die Partie begann mit einem Königsgambit, was der Gegner mit Falkbeer Gegengambit abgelehnt hat; das wiederum habe ich mit 3. Sf3 abgelehnt. Ich kam besser aus der Eröffnung, es entstand schnell ein ziemlich scharfes Spiel mit offenen Linien. Ich hatte das Läuferpaar und konnte  mit einer Mattdrohung den Läufer von Schwarz an die Verteidigung von h7 binden und die Dame nach d8 zurückdrängen. Leider habe ich mit 25. La3? zu passiv gespielt, mit 25. Tc7! wäre die schwarze Stellung wohl zusammengebrochen. Der Versuch den Endspielvorteil Läufer gegen Springer bei einem Freibauern auf der 6. Reihe zu nutzen endete mit Remis durch Stellungswiederholung oder Dauerschach.

Werner (Brett 7 mit Schwarz): Ich spielte die Französisch mit Schwarz. Nach einer ausgeglichenen Partie einigte ich mich mit dem Gegner auf ein Remis.

Stefan (Brett 8): leider liegt kein Bericht vor.


Dritte gewinnt in Drensteinfurt– dickes Punktepolster

Niemand hätte gedacht, dass die dritte Mannschaft in der Kreisliga bereits zur Winterpause alles klar macht. Ein derart dickes Punktepolster ist auf dem Konto, mit dem steigt man nicht ab. In Drensteinfurt gab es 4,5 zu 1,5 Brettpunkte aus Münsteraner Sicht, keine Verlustpartie, eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Stefan (1) lieferte sich mit dem Gegner eine verbissene Partie, in der ein Angriff auf die Königsstellung einige Varianten erzeugte, von denen nicht nur eine zu einer Gewinnstellung führte. Stefan verwandelte diese sicher.

Philip (2) schickte zwei kleine fiese Bauern auf eine Reise Richtung Paradies. Der Gegner wand sich, fand keinen Weg zur Verteidigung und gab auf.

Raphael (3) bekam in schlechterer Stellung überraschend ein Remisangebot, das er sehr gerne annahm.

Eckhard (4) hatte es mit einem sprachgewandten Gegner zu tun, von dem er sich glücklicherweise nicht einlullen liess. Mit vier Springern und je fünf Bauern auf dem Brett einigte man sich nach zähem Ringen und Rechnen (knapp 4 Stunden) auf Remis.

August (5) hatte es mit einem DWZ-stärkeren Gegner zu tun und lieferte sich mit diesem einen offenen Schlagabtausch – bis irgendwann die Schläge ausgingen. Remis.

Robert (6) begann seine Partie am Damenflügel, musste aber schnell zurückbauen. Das gelang ohne großen Zeitverlust und sein Angriff am Königsflügel war erfolgreich. Der Gegner konnte einem Bauern auf g7 nicht widerstehen – und hätte genau spielen müssen, damit er nicht unter die Räder kommt.

Hier spielte Weiss 21. Tag1. Die Engine kommentiert mit (??).

Um 20.30h war man dann wieder in Münster und wurde an der Hammer Straße im früheren Anno 1913 bestens verköstigt – wie man hier sehen kann, glänzen Wangen und Augen nach getaner Arbeit. 2019 geht es dann weiter!

 

 


Erste punktet voll in B’beck

Neues aus der Bezirksliga. Der Mannschaftsführer (Martin) zeigte sich mit dem vergangenen Samstag zufrieden: „Bei Billerbeck gab es einen 5:3-Sieg.
Aus meiner Sicht ziemlich überzeugend, da Michael und Thomas ihre Partien in leicht besserer Stellung wegen des Mannschaftssieges remisierten und Dieter eine gewonnene Partie hatte.“

Markus (Br. 8) konnte vor dem rückständigen Zentrumsbauen einen Springer vielversprechend zu platzieren. Der Gegner konnte aber seinerseits einen Springer in Markus Hälfte drohend aufstellen. Daher einigte man sich auf Remis.

Norbert Wichmann (Br. 7) spielte wieder eine gute Partie. Er nutzte die halboffene f-Linie, um mit den Türmen auf die fünfte Reihe und die d-Linie einzudringen. Gleichzeitig griff er mit Dame und Läufer den gegnerischen König an. Die Drohungen konnte der Gegner nicht komplett abwehren und gab auf.

Martin (Br. 1) hatte nach der Eröffnung Raumvorteil. Aber anstatt diesen durch einen Vorstoß im Zentrum zu nutzen, spielte er zu passiv. Dies nutzte der Gegner zu erleichternden Abtäuschen und Ausgleich der Stellung – Remis.

Michael ter Veen (Br. 7) gewann in der Eröffnungsphase eine Figur gegen zwei Bauern. Mittels Angriff gegen den König nutzte er die Mehrfigur, um einige Bauern einzuheimsen. Den verzweifelten Versuch des Gegners auf Dauerschach unterband mittels Damentausch, voraufhin sich sein Gegner geschlagen gab.

Durch eine Springergabel konnte Dieter an Brett fünf einen Qualitätsvorteil erreichen. Leider liess dann die Konzentration nach, so dass der Gegner durch eine unabwendbare Mattdrohung die Partie sogar noch gewinnen konnte.

Nach einer langen Partie mit einigem Lavieren waren Norbert Tenberge (Br. 3) und sein Gegner wohl müde. Der Versuch, die bessere Stellung mit einer Kombination zu verwerten hätte in einem Desaster enden können. Norberts Gegner durchschaut seinen Patzer aber nicht und gibt stattdessen auf.

Thomas (Br. 4) kam mit Ausgleich aus der Eröffnung gekommen. Es ergab sich ein stetiger Kampf um die Initiative. Beide Parteien konnten bei durchgehendem Materialgleichgewicht keinen Vorteil erreichen, so dass ein Remisschluß die logische Folge war.

Michael Frie (Br. 2) und sein Gegner beschäftigen sich nach der Sizilianischen Eröffnung quasi nur auf der a- und b-Linie. Da Michael seinen Doppelbauern im Zentrum nicht mehr auflösen konnte einigte man sich auf ein Unentschieden.


Vierte sprintet auf den dritten…

Tabellenplatz – und das ist ein schöner Erfolg! Mit 4:2 setzte man sich gegen die Mannschaft aus Everswinkel durch und nahm zwei große Auswärtspunkte mit.

Georgios (1): „Nach einem entsprechenden Anfang ging das Spiel im 13. Zug auf den schwarzen Feldern für Weiß unvermeidbar verloren.“

Albert(2): „Ich kam, sah und verlor nicht. Wieder einmal ein schweres Fehler meines Gegenspielers, der letztlich den Sieg brachte. Langsam wächst sich das zu einer Glückssträhne aus. In einer klaren Verluststellung bietet mir mein Gegner einen ungedeckten Turm an mit Schachgebot. Das war der Anfang vom Ende. Danach zog sich das Spiel noch 12 Züge hin, am Ende triumphierte die indische Dame.“

Ingo an 3: „Nach einem respektvollen Beginn beider Seiten kam es in einer komplexen Abtauschsituation zu einer wesentlichen Verschlechterung der Stellung. Am Ende konnte der Spieler von Everswinkel einen Bauern umwandeln, so dass die Partie verloren ging.“

Thomas (4) berichtet: „In einem langen Spiel, es war die längste Partie überhaupt, kam es zum Gewinn eines Springers, der letztlich zur erheblichen Verlusten an Bauern des Gegners führte. Um etwa 19.20 Uhr gab der Spieler von Everswinkel auf.“

Udo (5): „Mein Gegner ging die Schachpartie zunächst recht forsch an in der Eröffnungsphase! Im 18. Zug (Weiß) habe ich einen Springer geopfert, was sich auszahlen sollte. Im 20. Zug habe ich dann durch Abzug meines 2. Springers ein Abzugsschach über die weiße Läuferdiagonale bekommen und gleichzeitig die schwarze Dame angegriffen.  Unterm Strich habe ich 2 Springer verloren, aber die gegnerische Dame dafür gewonnen. Nach dem 28. Zug gab mein Gegner auf!“

Henning (6) berichtet: „Ich hatte den mit Abstand stärksten Gegner nach der DWZ. Ich brachte ihn aber trotzdem ganz schön ins Überlegen. Schließlich überlegte der Spieler aus Everswinkel so lange, dass ich über die Zeit gewann.“

In der Summe stand es dann am Ende 4:2 für die Indische Dame. Dieser Sieg katapultierte uns auf den 3. Platz in der Tabelle!


Erfolg der dritten Mannschaft gegen Teutonia Coerde

Die dritte Mannschaft festigte die Tabellenführung mit einem umkämpften Heimsieg gegen die Coerderaner.

Ulf (Brett 1) spielte mit Schwarz in der Englischen Eröffnung und musste sich lange Zeit in einer beengten Position verteidigen. Im 38. Zug übersah der Gegner jedoch ein Mattmotiv und gab sofort auf.
Enrique (Brett 2) kam mit Vorteil aus der Eröffnung und konnte die Partie im Mittelspiel dank mehrerer taktischer Wendungen für sich entscheiden.
Andreas (Brett 3): „Schon in der Eröffnung konnte ich durch eine kleine Ungenauigkeit meines Gegners seine Bauernstruktur schwächen. Eine Schwäche, auf die in der Folge mein ganzes Spiel aufbaute. Nach gleichmäßigen Abtäuschen kamen wir in ein Endspiel in welchem mein Springer seinem Läufer deutlich überlegen war. Bei letztlich klarem Bauern- und auch Zeitvorteil konnte ich ein Matt mit Turm und Springer erzwingen.“
Ludwig (Brett 4 mit Weiß): „Schwarz kam mit einem Isolani etwas schlechter aus der Eröffnung. Durch weitere Figurenabtäusche gab es Angriffsmöglichkeiten auf die Bauern mit Springer (w) gegen Läufer. Schwarz gab nach weiteren Bauernverlusten auf.
Heinz-Dieter (Brett 5) hatte einen schlechten Tag und verlor die Partie frühzeitig.
Alwin (Brett 6) gewann seine Partie kampflos.
Werner (Brett 7 mit Schwarz): „Lange Zeit konnte ich meinem Gegner in einem Damenbauernspiel Paroli bieten. Durch einen Doppelangriff auf den König und eine nicht gedeckte Figur konnte er nach ca. 3 Stunden Material gewinnen. Danach war die Partie entschieden.“
Stefan (Brett 8) übersah eine Springergabel und gab die Partie anschließend auf.


Die Dritte holt gegen Nienberge 3 knappe 3,5 Punkte

Ganz schön viel Dreien. Aber der Dreihe, äh –  Reihe nach. In der Kreisliga traf sich der Dritte (!) mit dem aktuellen Schlusslicht der Kreisliga aus Nienberge an einem grauen Samstag am Dahlweg. Es sollte ein klarer Erfolg her, um den Anschluss an die Tabellenspietze zu halten. Sollte, wohlgemerkt.

Und so kam das:

Konni (6) war „nicht gut zurecht“ – stellte unerwartet einen Läufer ein, geriet in einen schwierigen Angriff – und gab kurz drauf auf. Die Analyse ergab: das wäre nun auch schwer zu halten gewesen. 0:1 nach einer Stunde.

Robert (5) erarbeitete sich in der Eröffnung als Schwarzer gute Vorteile. Leider interpretierte er die Stellung falsch, überzog und musste schließlich sogar die Flügel strecken, da sich die Freibauern des Gegners durchsetzten. 0:2 nach zweieinhalb Stunden.

Eckhard (4) machte es zum Glück besser. Taktisch auf der Höhe, trieb er den Gegner zu allerlei Rettungstaten, gewann aber schließlich eine Figur, woraufhin der Nienberger aufgab. „Schade, ich hatte noch so eine schöne Kombi“ – bedauerte Eckhard. Der Nimmersatt. 1:2 hieß es nach knapp drei Stunden.

Andreas (3) knetete gewohnt geduldig Stellung und Gegner (diesen allerdings im übertragenen Sinne). Schließlich übersah  der Nienberger einen Springerangriff mit Figurengewinn – und strich die Segel. Ausgleich! 2:2 nach drei Stunden.

Philipp (2) spielte die schönste Partie des Tages. Er trieb seinen Gegner in kritischer Stellung zum Generalabtausch– der einen vitalen Freibauern zur Folge hatte. Das war für den Nienberger nicht mehr zu parieren: 3:2 nach gut drei Stunden.

Stefan (1) mühte sich in einer sehr ausgeglichenen Partie um den vollen Punkt. Fast wäre ihm dies auch gelungen, in höchster Zeitnot griff der Gegner fehl und stellte einen Randbauern ein. Dieser reichte jedoch in einer geschlossenen Bauernstruktur trotzdem nicht zum Sieg. Remis im 45. Zug. 3,5:2,5

Knapp gewonnen also. Das hatten wir uns irgendwie einfacher vorgestellt – Tabellenplatz 3 gehalten. Der Klassenerhalt wird zunehmend wahrscheinlich.

 


Heimspiel, die vierte: Miniserie zu Ende

Samstag, Kreisklasse im Schachbezirk Münster. Irgendwann ist es halt soweit.  Albert (MF): „Eigentlich wollten wir an dieser Stelle ja nur über Siege berichten, nun müssen wir aber unsere erste Niederlage melden.“

Das Verhängnis nahm seinen Lauf als Henning am Brett 6 eine Qualität einstellte, und das Spiel gegen Theo Saltenbrock verliert.
Ähnlich Udo an Brett 5. Von Beginn an in der Defensive konnte er am Ende einen Freibauernnicht aufhalten und gibt auf.
Thomas König an 4 muss gegen Fritz antreten (nicht zu verwechseln mit Fritz, der Schachmaschine). Beide geraten in Zeitnot. Nach einer wahrhaft königlichen Leistung einigt man sich auf Remis. Chapeau!
An Brett 3 konnten wir einen Punkt holen; wobei die Telgter Spielerin einen fatalen Fehler von Albert übersieht, der, wäre er ausgenutzt worden, wohl zur Niederlage geführt hätte.
Brett 1 und 2?
Beide, Dirk und Michael, spielen Remis gegen nominell stärkere Gegner. In ihrer Analyse betonen beide die ausgeglichenen Stellungen und Damentausch, die letztlich zu den Remisen führten.

ID4 – SF Telgte4 2.5 : 3.5

 

Hier noch eine kleine Schachaufgabe aus Alberts Partie. Albert (Weiss) spielte hier 23.Sg4 und der Gegner antwortete mit 23…Tad8. Wer sieht die Gewinnzüge für Weiss?


Heimspiel, die Erste: knapp, aber immerhin.

Das wurde ein ganz enges Heimspiel, was nach Aussage des Mannschaftsführers Martin Knispel-Roth nicht unbedingt hätte sein müssen: „Gegen Telgte 2 gab es einen knappen 4,5-3,5-Sieg, der bei etwas mehr Ehrgeiz auch hätte höher ausfallen können.“

Die Spielergebnisse der Ersten im Einzelnen:

Hans-Dieter (Brett 8) hatte frühzeitig einen Bauern weniger. Nach dem Tausch mehrerer Figuren stieß der Gegner seine Bauernmehrheit am Damenflügel vor und engte H-D ein und gewann die Partie.
Markus (Brett 7) besaß einen Mehrbauern. Nach Damentausch sah er im Endspiel Turm und ungleiche Läufer keine Gewinnchancen und remisierte.
Michael ter Veen (Brett 6) gewann erst ein Bauern, den aber kurz danach verlor, so dass auch hier das Ergebnis Remis hieß.
Zu diesem Zeitpunkt bekam Martin (Brett 1) ein Remisangebot. Da er einen wichtigen privaten Termin hatte, kam ihm das gelegen. Er wartete mit der Annahme, um zu sehen, wie sich die anderen Partien entwickeln. Sein Einschätzungsvermögen der anderen Partien erwies sich besser als seine derzeitiges Spiel.
Norbert Wichmann (Brett 5) eroberte frühzeitig eine Figur für drei Bauern. Die Mehrfigur setzte er sehr sicher in einen Gewinn um.
Michael Frie (Brett 2) hatte eine interessante Sizilianische Eröffnung. Da klar war, wie die beiden letzten Partien ausgehen, machte er für seine Spielweise früh remis.
Nach aktivem Eröffnungsspiel konnte Thomas (Brett 4) die Kontrolle über die d-Linie gewinnen. Der Gegner sperrte seinen Springer am Rand selbst ein, so dass dann das Eindringen der Türme über die 7. Reihe Bauern und die Partie gewann.
„Wenn die Mannschaftskollegen meinem Gegner nach dem Remis überschwenglich gratulieren – habe ich was falsch gemacht?“ Dies frage sich Norbert Tenberge (Brett 3) Kann sein, es war sein erster halber Punkt. Norbert war dennoch froh, weil er die Eröffnung versaut hat.

Und mit dem Remis der Mannschaftssieg gesichert war. Ende gut, alles gut.


ID 2: Showdown in Telgte

Tabellenführer gegen Tabellendritten. Das Spitzenspiel in der Bezirksklasse Münster versprach Spannung – und wer abends im Veranstaltungsraum im Knickenberghaus war, wurde in diesem Punkt nicht enttäuscht. Gegen mitunter deutlich DWZ-schwächere Gegner gab es nach vier Stunden Spielzeit einen denkbar knappen Mannschaftserfolg.

Mit der letzten Partie stand es dann 4,5:3,5 – und man konnte sich im Anschluss erneut über die Tabellenführung freuen.

Die Spielberichte:

Ulf (Brett 1): „Ich konnte meinen Gegner in der Skandinavischen Verteidigung von Anfang an unter Druck setzen. Durch eine Fesselung gegen den König konnte ich im 18. Zug eine Figur des Gegners gewinnen. Danach war die Partie entschieden.“

Enrique (Brett 2): „Andreas und ich bekamen von Ulf die Anweisung zu gewinnen, da die Mannschaft hintern lag. Zuerst gewann Andreas, dann war ich in der Reihe. Ich bekam einen Bauer mehr im Endspiel. Dann stellte mein Gegner eine Figur ein und gab er sofort auf.“

Andreas (Brett 3): „Im geschlossenen Sizilianer kam ich schon früh zu großem Vorteil. Drei Bauern und die Qualität versprachen einen schnellen Erfolg. Das Interesse an den Nachbarpartien wurde größer als das an meiner eigenen und ich büßte meinen Vorteil, bis auf einen Mehrbauern, wieder ein. Diesen konnte ich jedoch nach längerem Kampf zum Sieg verwerten.“

Ludwig (Brett 4): „Schwarz kam mit der Königsindischen Verteidigung in eine feste, aber statische Position. Um das Spiel zu öffnen, mussten zu viele Figuren getauscht werden. Die Abschlussposition mit jeweils einem Turm und zwei Bauernketten ließ eine Invasion für keine Seite zu. Das Remis ging für beide Seiten in Ordnung

Jörg (Brett 5): „In der Symmetrievariante der englischen Eröffnung versuchte ich (Weiß) ein aktives Spiel im Zentrum, um anschließend auf dem Damenflügel Druck zu machen. Leider überspielte ich es etwas und erhielt einen schwachen Bauern im Zentrum, der mich die ganze Partie in meinem Spielaufbau gebunden hat und das geplante Druckspiel am Damenflügel nicht zuließ. Um nicht den Zentrumsbauern ohne Kompensation zu verlieren, musste ich schließlich einen Generalabtausch der Figuren, einschließlich Dame, vornehmen, der am Ende in eine Remisstellung (mit ungleichfarbigen Läufern) mündete.“

Werner (Brett 6): „Ich konnte mich mit Schwarz bei der Englischen Eröffnung meines Gegners wirksam verteidigen. Obwohl mir die Spieleröffnung des Gegners nicht bekannt war, konnte ich seine Pläne durchschauen. Als alle Probleme gelöst waren, habe ich durch Abtausch vereinfacht und nach einem leichten Endspielvorteil in ein Remisangebot des Gegners eingewilligt.

Robert (Brett 7): „Mein erster ernsthafter Versuch mit dem Grand-Prix-Angriff zu Vorteil zu kommen war nach anfänglichen Ungenauigkeiten in voller Blüte. Leider habe ich im Mittelspiel zuviel Zeit verbraucht, der Gegner verteidigte gut genug – und zu allem Überfluss übersah ich in aufkommender Zeitnot im 26. Zug ein fünfzügiges Matt, das eigentlich sebsterklärend war. Die Partie endete dann in remisverdächtiger Stellung (34.Zug und noch knapp drei Minuten auf meiner Uhr) mit einem Figureneinsteller meinerseits. Alles in allem: ärgerlich und vermeidbar. Next time better.“

Diagrammstellung nach 26. exf5?? (Matt in fünf)

Ingo (Brett 8): „Nach einer gängigen Eröffnung mit leichtem Stellungsvorteil für Schwarz ergab sich die Möglichkeit eines komplexen Angriffs auf die Stellung des Königs. Durch die Fesselung der Dame konnte der Angriff jedoch nicht weiter fortgeführt werden und es kam zum Abtausch der Damen und verschiedener Offiziere. Danach erfolgte der gegenseitige Vormarsch der Bauern. Durch einen Stellungsfehler musste ich einen Turm gegen den Läufer austauschen, so dass dann bei gleicher Bauernzahl Turm gegen Läufer stand. Im weiteren Verlauf behielt Weiß einen Bauern, den er auf der Grundlinie zur Dame umwandeln konnte.“


ID3 holt den vollen Punkt

Der erste Heimspielerfolg für die dritte Mannschaft sorgt für einen satten Sprung in der Tabelle. Aktuell ist man hinter Aufsteigskandidat Olfen und Mitbewerber Coesfeld auf einem guten dritten Tabellenplatz.

Trotzdem war es knapp gegen die mit Nachwuchsspieler besetzte Mannschaft aus Sendenhorst. Und dass diese mithalten können, hatten die Münsteraner in der Vergangenheit schon häufiger einmal vorgeführt bekommen (ich erinnere hier nur an die Brune-Zwillinge…).

Wie liefen die Partien? Hier die Details:

 

Knappe Kiste

Gegen Sendenhorst II sah sich die Indische Dame III vielen jungen Nachwuchsspielern gegenüber. Nur August und Stefan kämpften gegen erfahrene Haudegen und unser Senior tat dies auch noch besonders mutig.

August (4) hatte wie sein Gegner kurz rochiert und gleichzeitig beide Läufer und seine Dame auf die langen Linien zum gegnerischen König hin postiert. Der Gegner war mutig und schlug mit einem Läuferopfer auf h2 mit Schach ein. August nahm zurück und konnte unter Turmopfer den Angriff von Pferd und Dame parieren. Dann schlug seine Stunde: Auch er sprengte die Bauernreihe vor dem König unter Läuferopfer und führte dann mit Dame, Läufer und Turm einen gnadenlosen Mattangriff. Bravo und 1:0 für die Indische Dame. Dann musste Georg am fünften Brett die Segel streichen, da er schon sehr früh (im zwölften Zug) die Dame verloren hatte und diesen Nachteil trotz langer Gegenwehr nie richtig kompensieren konnte. Seinem sehr jungen Gegner war der Sieg zu gönnen.

Am Brett sechs kämpfte Konni mit Weiß eine sehr enge Partie, die er schließlich fast für sich hätte entscheiden können, wenn der Gegner nicht noch ein Dauerschach gefunden hätte und nach dreimaliger Zugwiederholung ein Remis her halten musste.

Raphael (3) brachte seinen Gegner aus dem Konzept, als er im 14. Zug sein Pferdchen opferte, um den König ohne zwei schützende Bauern dastehen zu lassen (siehe Diagramm). Danach stellte der Gegner erst einzügig ein Pferd ein und bald darauf ließ er sich durch einen einfachen Bauernzug mit Angriff auf zwei Offiziere eine weitere Figur klauen. Philipp (2)  erspielte sich einen Zwei-Bauern-Vorteil und mit Turm und Pferd gegen Läufer und Pferd zudem noch einen Qualitätsvorteil. Nachdem er lange lediglich mit der Dame und den Offizieren des Königsflügels gespielt hatte – die Damenseite des Bretts blieb einfach stehen, konnte er durch geschickten Abtausch und Vereinfachung ein einfaches Endspiel für sich entscheiden.

Stefan an Brett eins brauchte am längsten. Er spielte eine gute Eröffnung, in der seine beiden Pferdchen gegen das Läuferpaar des Gegners eingetauscht wurde. Dann aber übersah er den Einfall eines der beiden Gegnerpferde, dass ihm schließlich zwei Bauern kostete. Im Anschluss kam er durch die geschlossenen Bauernketten seines Gegenübers nicht mehr durch, versuchte mit Dame und Turm noch eine Mattfalle aufzubauen aber musste nach drohenden Turmverlust schließlich doch aufgeben.

Der Sieg war der dritten Mannschaft dennoch sicher und so schmeckte das anschließende Kneipenbier allen Spielern noch richtig gut.

 

Diagrammstellung Brett 3